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Informationen der Selbsthilfegruppe (2019)

Die Gentherapie zur Behandlung von Krebs ist im klinischen Alltag des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) angekommen. Unter der Leitung von Professor Uwe Platzbecker wurde jetzt der erste Krebspatient erfolgreich mit einem Medikament aus der Gentherapie behandelt.

Erstmals ist am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine innovative Gentherapie bei einem Tumor-Patienten angewendet worden. Der Mann leidet an fortgeschrittenem Lymphdrüsenkrebs. Bei ihm waren zuvor alle verfügbaren medizinischen Behandlungen ausgeschöpft worden. Eine erfolgreiche Behandlung mit der Gentherapie könnte nun zu einer deutlich längeren Lebenserwartung oder bestenfalls zu einer Heilung führen. Das UKL ist derzeit das einzige Zentrum in Ostdeutschland, das für die Behandlung mit dem Gentherapeutikum Kymriah qualifiziert ist. Mit diesem Medikament können aggressive Formen von B-Zell-Lymphomen und akuter lymphatischer Leukämie behandelt werden. 2017 wurde es in den USA, 2018 in Europa zugelassen.

Wenn ein multiples Myelom auf eine Lenalidomid-haltige Therapie nicht ausreichend anspricht, kann ein Dreifachregime die Aussichten verbessern.

Für Patienten mit multiplem Myelom, bei denen eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kommt, gehört die Kombinationstherapie mit Lenalidomid und Dexamethason zu den Standardtherapien in der Erstbehandlung. Viele der Patienten sprechen jedoch nach geraumer Zeit nicht mehr ausreichend darauf an. In diesem Falle kann eine Dreifachtherapie bestehend aus Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason die Aussichten der Patienten verbessern, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Lancet Oncology berichteten.

Bis vor wenigen Jahrzehnten bedeutete die Diagnose für die meisten Patienten das Todesurteil: chronisch lymphatische Leukämie (CLL), die häufigste Form von Blutkrebs. In Zukunft könnte es für viele Kranke gute Chancen auf Heilung geben, sagt der Kölner Arzt Michael Hallek.

Der Onkologe an der Universitätsklinik Köln hat in dieser Woche auf dem weltweit größten Krebskongress in Chicago die Ergebnisse einer großen kontrollierten Studie vorgestellt. Den Angaben zufolge sprechen nach zwei Jahren Therapie mehr als 88 Prozent der Patienten auf eine Kombination von zwei Medikamenten an - ohne begleitende Chemotherapie.

Leukämie-Lichtblick: Neue Medikamente haben vor allem bei chronischer myeloischer Leukämie (CML) die Therapie stark verbessert. Viele Patienten sprechen gut darauf an und haben eine fast normale Lebenserwartung

Die Tabletten sind Nicole R. (46) Lebensversicherung. Erfolgreich bekämpfen sie die Krebszellen, die ihr Knochenmark ständig produziert. Die Anzahl der bösartigen Immunzellen in ihrem Blut ist bereits stark gesunken. Vor einem Jahr diagnos­tizierten Ärzte bei ihr chronische myeloische Leukämie (CML). In Deutschland erkranken daran jährlich rund 1100 Menschen. "Noch vor zwei Jahrzehnten wären fast alle daran ­gestorben", sagt Nicole.

Wandel in der Leukämie-Therapie

Zwar gab es damals bereits Therapie-Erfolge mit dem Medikament Interferon Alpha. Auch  Heilungen durch das Verpflanzen von Stammzellen waren möglich. Doch nur bei wenigen Patienten gelang es, die CML zu besiegen oder im Zaum zu halten. Mittlerweile ist sie die am besten behandel­bare Leukämieform. Auch im Vergleich zu anderen Krebsleiden gibt es kaum eine ebenso effektive medikamentöse Therapie.

Maßgeschneiderte Immuntherapien bieten Onkolog*innen eine vielversprechende neue Waffe im Kampf gegen den Krebs. Seit Anfang 2019 bietet die Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Ulm die Behandlung mit CAR-T-Zellen an. Für junge Erwachsene mit Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) sowie Erwachsene mit aggressiven Lymphomen steht damit eine neue Therapie zur Verfügung, die sich die körpereigene Abwehr zunutze macht, um die Krebszellen zu zerstören. Kürzlich wurde die erste CAR-T Zelltherapie bei einem Patienten mit aggressivem Lymphom durchgeführt.

Eigentlich ist das menschliche Immunsystem mit den T-Zellen, einer Gruppe weißer Blutzellen, mit fähigen Abwehrmechanismen ausgestattet. Durch diverse molekulare „Tricks“ entziehen sich jedoch Krebszellen im blutbildenden oder lymphatischen System den T-Zellen: ein großes Problem in der Krebsbehandlung.

Die Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen ist teuer. Dass Krankenkassen bei jungen Krebspatienten die Kosten für den Erhalt der Fruchtbarkeit übernehmen müssen, ist jetzt gesetzlich verankert.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat der Bundestag Forderungen von Ärzten und Patienten, vor allem von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs (DSfjEmK) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) aufgegriffen. Nach dem neuen Absatz 4 in § 27a Sozialgesetzbuch V haben Versicherte sowohl Anspruch auf die Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen oder von Keimzellgewebe als auch auf die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen. Das betrifft Patienten, deren Behandlung mit einer keimzellschädigenden Therapie medizinisch notwendig erscheint.

Houston – Eine Kombinationsbehandlung mit den beiden oral verfügbaren Wirkstoffen Ibrutinib und Venetoclax, die derzeit nur zur Monotherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) eingesetzt werden, hat in einer Phase-2-Studie im New England Journal of Medicine (2019; 380: 2095-2103) häufig komplette Remissionen erzielt, die mit einer Beseitigung der Tumorzellen aus dem Knochenmark verbunden waren.

Ibrutinib und Venetoclax, die beide zur Behandlung der CLL zugelassen sind, haben unterschiedliche Angriffspunkte. Ibrutinib hemmt die Bruton-Tyrosinkinase, die Signale des B-Zell-Rezeptors weiterleitet und die Zelle damit gegen Wachstumsimpulse abschottet. Venetoclax kann als BCL2-Inhibitor eine Apoptose, also einen gezielten Zelltod, auslösen. Präklinische Studien haben gezeigt, dass die Kombination beider Wirkstoffe Synergieeffekte erzielen könnte, ohne dass es zu einer Zunahme der Toxizität kommt.

Dank neuer therapeutischer Optionen sind die Überlebensaussichten bei ZNS-Lymphomen offenbar gestiegen.

Lymphome (Lymphdrüsenkrebs), die im Zentralen Nervensystem (ZNS) entstehen, sind eine selten vorkommende Form von Non-Hodgkin-Lymphomen, die sich oft sehr aggressiv verhalten. Dank moderner Kombinationschemotherapien und Immuntherapien haben sich die Aussichten für die Betroffenen verbessert, wie Wissenschaftler aus Österreich in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

Liebe Freunde, liebe Besucher,

am gestrigen Tag gab es die 1. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz mit einem sehr guten Programm und vielen Akteuren. Unter dem Motto „Wir hilft . Selbsthilfe verbindet“ folgten dankbare Patienten, Selbsthilfegruppen bzw. Vereine aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Zusammen mit Andreas und Mario aus unserer Selbsthilfegruppe beantworteten wir viele Fragen von Besuchern an unserem Infostand.

Es gab bei der Veranstaltung ein Forum zum Thema „Digitalisierung (in) der Selbsthilfe“. Selbstverständlich entschied ich mich zwischen vielen Foren die angeboten wurden, für die Digitalisierung. Die Teilnehmer bekamen Impulse zur datensensiblen Kommunikation und möglichen Gefahren aufgezeichnet. Es gab Tipps zu datensicheren Alternativen und Fragestellungen wurden ausdiskutiert. Ich habe mich auch zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass der digitale Gesundheitsassistent von „Vivy“ nicht das ist, was wir Patienten wollen. Schaut Euch an, wer wirklich dahintersteckt und habt den Mut zum NEIN-sagen.

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© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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