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Lungenkrebs nach Morbus Hodgkin |
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Geschrieben von Simone Pareigis-Hoppe
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15.12.2011 |
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Eine Lungenkrebserkrankung nach Morbus Hodgkin
verläuft oft problematischer, weshalb die Früherkennung besonders wichtig zu
sein scheint.
Nach einer Erkrankung am Hodgkin-Lymphom, einer Form
von Lymphdrüsenkrebs, besteht für die Überlebenden ein erhöhtes Risiko für eine
zweite Krebserkrankung, darunter auch Lungenkrebs. Grund dafür ist in erster
Linie die Strahlentherapie, die beim Morbus Hodgkin unerlässlich ist und den
Brustbereich umfasst. Wie Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer
zeigen, sind die Überlebensaussichten ehemaliger Hodgkin-Lymphompatienten im
Falle einer Lungenkrebserkrankung schlechter als bei Lungenkrebspatienten, die
keine Vorerkrankung an Morbus Hodgkin hinter sich haben. Die Autoren der Studie
regen daher an, über ein besonderes Früherkennungsprogramm für ehemalige
Hodgkin-Lymphompatienten nachzudenken.
Die Forscher verglichen den Krankheitsverlauf bei Patienten
mit Lungenkrebs, von denen ein Teil in der Vorgeschichte an Morbus Hodgkin
erkrankt gewesen war. Sie berücksichtigten in ihrer Analyse verschiedene
Faktoren, die Einfluss auf die Prognose der Erkrankung haben könnten wie
Geschlecht, Herkunft und Tumorstadium. Es stellte sich heraus, dass das
Stadium, in dem der Lungenkrebs entdeckt wurde, in beiden Gruppen ähnlich
verteilt war. Dessen ungeachtet verstarben die ehemaligen
Hodgkin-Lymphompatienten im Durchschnitt früher an ihrer Lungenkrebserkrankung
als Patienten, die keine Lymphdrüsenkrebsvorgeschichte aufwiesen. Dies galt für
die verschiedenen Tumorstadien der Lungenkrebserkrankung fast gleichermaßen. Je
jünger die ehemaligen Hodgkin-Lymphompatienten zum Zeitpunkt der Diagnose der
Lymphdrüsenkrebserkrankung oder der Lungenkrebserkrankung gewesen waren und je
mehr Zeit zwischen der Hodgkin-Erkrankung und dem Lungenkrebs vergangen war,
desto größer war das Risiko, an einem bereits fortgeschrittenen Lungentumor zu
leiden.
Künftige Studien, so die Wissenschaftler, müssten die Ursachen für die
schlechteren Überlebensaussichten von Lungenkrebspatienten mit einem
Hodgkin-Lymphom in der Vorgeschichte ergründen. Desweiteren sei es notwendig,
ein Lungenkrebsscreening für ehemalige Hodgkin-Lymphompatienten in Erwägung zu
ziehen, um etwaige Tumoren rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.
Quelle:
http://www.krebsgesellschaft.de/
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Letzte Aktualisierung ( 15.12.2011 )
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