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Bisphosphonat bei multiplem Myelom: Nicht nur für die Knochen gut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Simone Pareigis-Hoppe   
16.06.2010

Bisphosphonat bei multiplem Myelom: Nicht nur für die Knochen gut

Durch das Bisphosphonat Zoledronsäure lässt sich auch das Voranschreiten der Erkrankung aufhalten.

Beim multiplen Myelom (auch Plasmozytom), einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, kommt es in fortgeschrittenen Stadien zum Abbau von Knochensubstanz. Um dieser Entwicklung und der damit verbundenen Gefahr von Knochenbrüchen entgegenzuwirken, können so genannte Bisphosphonate eingesetzt werden. Diese haben, wie jetzt in einer Studie am Beispiel von Zoledronsäure erneut nachgewiesen wurde, auch antitumorale Eigenschaften und können unabhängig von ihrer Wirkung am Skelettsystem die Lebenszeit der Patienten verlängern. Die Untersuchung, die der Öffentlichkeit anlässlich der 46. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurde, erbrachte, dass Zoledronsäure dabei besonders effektiv zu sein scheint.

Demnach konnten durch die Therapie mit Zoledronsäure im Vergleich zu Clodronat, ebenfalls ein Bisphosphonat, bei Patienten mit multiplem Myelom in den Stadien I, II oder III die Überlebenszeit und die Zeit bis zum weiteren Fortschreiten der Krankheit verbessert werden. Zusätzlich kam es in der Gruppe der mit Zoledronsäure Behandelten seltener zu den für das multiple Myelom typischen Skelettkomplikationen. Beide Bisphosphonate waren bei insgesamt fast 2.000 Patienten in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt worden.

Schwerwiegende Nebenwirkungen der Bisphosphonattherapie sind Einschränkungen der Nierenfunktion und das Auftreten von Kiefernekrosen, bei denen Knochengewebe im Ober- oder Unterkiefer abstirbt. Insgesamt jedoch erwiesen sich Zoledronsäure und Clodronat als gut verträglich.

Quelle:

http://www.krebsgesellschaft.de/news_detail,791,,162278,detail.html

 

Letzte Aktualisierung ( 18.06.2010 )
 
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